Kalimera Thessaloniki!
Unser Erasmus Abenteuer im Zeichen von Inklusion und Prävention

Koffer packen, Horizont erweitern: Mitte März tauschten wir den Alltag in Lauchhammer gegen die frühlingshafte Brise Thessalonikis ein.
Dank der Förderung durch die LAG politisch-kulturelle Bildung Brandenburg e.V. und Erasmus+ durften wir eine Woche lang tief in die soziale Arbeit Griechenlands eintauchen, neue Kontakte knüpfen und jede Menge Inspiration mit nach Hause nehmen.
Der Start: Geschichte zum Anfassen
Unsere Reise begann am 15. März. Nach der Landung und dem Check-in im Hotel ON-Residence starteten wir am Montag direkt voll durch.
Thessaloniki begrüßte uns nicht nur mit einem fantastischen Frühstück, sondern auch mit seiner reichen Geschichte.
Bei einem historischen Spaziergang lernten wir die tiefere Symbolik des Weißen Turms kennen - das Wahrzeichen der Stadt.
Natürlich durfte die Kulinarik nicht fehlen: In einer typischen Taverne wurden wir mit gut gefüllten Platten voller Köstlichkeiten verwöhnt, die uns die Vielfalt der griechischen Küche probieren ließen.
Zu Gast bei Include
Am späten Nachmittag besuchten wir zum ersten Mal die Bildungseinrichtung Include, die unsere Seminare organisierte. Dort wurden wir herzlich von Ada (Andromachi) empfangen.
Besonders interessant: Ihr Mann Avgerinosh (von uns liebevoll Morningstar genannt) und seine Tochter Artemis begleiteten uns bereits den ganzen Tag und gaben der Reise eine wunderbar persönliche Note.
Nach einer wirklich unterhaltsamen Vorstellungsrunde tauchten wir in die beeindruckende Geschichte des Schiffes Tokei Maru ein, welches Include auch in ihrem Logo vertreten hat - Ein Symbol für Rettung und Menschlichkeit, das uns noch die ganze Woche begleiten sollte.
Jugenddelinquenz und politischer Diskurs
Der inhaltliche Schwerpunkt unserer Reise war das Thema Jugenddelinquenz (Jugendkriminalität).
Gemeinsam mit unserer Dolmetscherin Martha begaben wir uns auf einen politischen Stadtrundgang zu verschiedenen Mahnmalen. Ein Besuch im Haus der Journalisten gab uns zudem spannende (und nachdenklich stimmende) Einblicke in die aktuelle soziale und politische Lage vor Ort.
Ein Highlight der Woche war sicherlich das Medieninteresse: Unsere Geschäftsleitung wurde im Rahmen eines Fernsehinterviews zum Thema Jugenddelinquenz befragt! Es war beeindruckend zu sehen, wie sehr unser Austausch auch in der lokalen Öffentlichkeit wahrgenommen wurde.
Von Streetwork bis Judo

Die Tage waren gefüllt mit wertvollen Begegnungen. Wir trafen Streetworker bei ihrer Arbeit und besuchten ein Präventionszentrum, um zu erfahren, wie die griechischen Kollegen Herausforderungen in der Jugendarbeit angehen.
Besonders emotional wurde es bei Include, als wir den (selbst produzierten!) Film über die Tokei Maru sahen. Hierbei handelte es sich um ein Frachtschiff, dass 1922 seine Ladung über Board warf und eine große Menge griechischer Menschen rettete.
Danach durften wir den autistischen Teilnehmer*innen beim Judo zuschauen und wurden anschließend eingeladen, selbst aktiv werden - ein tolles Beispiel für gelebte Inklusion!
Ein krönender Abschluss
Den fachlichen Höhepunkt bildete die Teilnahme an einer großen Pressekonferenz zum Thema Jugenddelinquenz, bei der sogar Minister und Polizeivertreter referierten. Es war eine Ehre, diesem wichtigen Diskurs zuhören zu dürfen.
Am Freitag hieß es dann Abschied nehmen. Mit einem Lunchpaket des Hotels im Gepäck und den Köpfen voller neuer Ideen traten wir die Heimreise an.
Fazit: Die Gastfreundschaft, die Professionalität der Kollegen vor Ort und die tiefen Einblicke in die soziale Arbeit haben uns nachhaltig beeindruckt. Wir kommen mit frischer Motivation zurück und freuen uns darauf, die Impulse aus Thessaloniki in unsere tägliche Arbeit einfließen zu lassen.
Efcharisto (Danke), Include, Thessaloniki, der LAG politisch-kulturelle Bildung Brandenburg e.V. und Erasmus+!
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