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Wirkungsweise von SHG

 

„Nur Du allein kannst es, aber Du kannst es nicht allein“ (Narkos,2006)

 

Das übergreifende Ziel der Selbsthilfegruppenarbeit liegt darin, dass sich jeder einzelne Teilnehmer selbst hilft, und dies in der Gemeinschaft und im Austausch mit Gleichbetroffene.

 

  • Die Gesundheit positiv beeinflussende Wirkfaktoren der Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe können sein:
  • Überwindungen äußerer und Innerer Isolation – das Gefühl des Alleineseins mit der eigene Situation weicht dem Empfinden des Angenommenwerdens durch andere Gleichbetroffene.
  • Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe tauschen Wissen und ihre Erfahrung miteinander und wechselseitig aus.
  • Nähe und Geborgenheit entstehen durch einander Zuhören.
  • Das Gespräch mit Gleichbetroffenen bietet die Möglichkeit, um über den Umgang mit alltäglichen Belastungen und deren Bewältigung zu sprechen.
  • Informationsbedürfnisse werden gestillt. Jedes Selbsthilfegruppenmitglied erhält neues Wissen, sei es Fach- oder Erfahrungswissen. Jeder Einzelne kann hilfreiche und praktische Tipps erhalten – sofern er/sie dies wünscht.
  • Verständnis erfahren und andere verstehen.
  • Die Selbsthilfegruppe kann dazu beitragen, Probleme loszuwerden, zu begrenzen oder wenigstens besser auszuhalten.
  • Eigene Gefühle, innere Erlebnisse und Empfindungen kann jeder Einzelne im Gespräch mit den anderen Gruppenmitgliedern in die eigene, passende Worte kleiden, das sog. Verbalisieren von Gefühlen. Jeder „hört sich selbst“ und „sortiert“ seine Gefühle – sich besser kennenzulernen, ein Gespür für eigene Wünsche und Bedürfnisse und deren Wahrnehmung bekommen.
  • Jedes Mitglied erhält auf Wunsch Feedback und damit individuelle Rückmeldungen aus der Gruppe.
  • Das wechselseitige Zuhören führt bei den einzelnen Gruppenmitgliedern dazu, etwas über sich selbst zu erfahren, zu lernen und zu erkennen. Dies kann das Entdecken von Gemeinsamkeiten oder auch Unterschieden zum eigenen Leben sein
  • „Lernen am Modell“ – andere Gruppenteilnehmer können ihre Vorbildwirkung entfachen durch die Art und Weise, wie sie ihre eigene Situation oder Probleme bewältigten.
  • Die Selbsthilfegruppe bietet eine ideale Basis, um die eigene Vergangenheit aufzuarbeiten.
  • Persönliches Wachstum wird durch die Bearbeitung existenzieller Lebensthemen möglich.
  • Mehr Ausgeglichenheit, Verringerung von Depression oder Traurigkeit können durch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe erreicht werden.
  • Lebensqualität erhöht sich.
  • Die Leistungen der professionellen Versorgungs- und Hilfesysteme werden rationaler in Anspruch genommen, die Therapietreue, Compliance erhört sich.
  • Soziale Unterstützung ermöglicht die Stärkung und Förderung der eigenen Gesundheit.
  • Die Selbsthilfegruppenmitglieder können zu Verbesserungen im sozialen und politischen Umfeld beitragen, z.B. indem sie Mängel oder „blinde Flecken“ erkennen und auf diese öffentlichkeitswirksam oder gegenüber Entscheidungsträgern hinweisen.
  • Durch über das Gespräch hinausgehende Aktivitäten der Selbsthilfegruppen, wie Exkursionen, Veranstaltungen, Sport, Freizeit profitieren Menschen, die sich wegen Erkrankung, Behinderungen oder Probleme sozial zurückgezogen haben.